ONETZ: Feuerwehren präsentieren sich dem Schnaittenbacher Stadtrat

Menschen retten, Feuer löschen, Sachgüter bergen, Umwelt schützen – das sind die Kernaufgaben einer Feuerwehr. Dass das dafür notwendige Equipment viel Geld kostet, machte Kommandant Michael Werner dem Schnaittenbacher Stadtrat klar.

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Begleitet wurde er von Kreisbrandrat Fredi Weiß, von der in der Verwaltung die für Feuerwehrangelegenheiten zuständigen Angestellten Laura Renda sowie Angehörigen der vier Feuerwehren. „Das ist wirklich nicht billig“ sagte der Kommandant vor dem Gremium. Er würdigte aber auch, „dass in den letzten zehn Jahren viel geschehen ist und die Stadt Schnaittenbach auf eine funktionierende Wehr verweisen kann“.

Bürgermeister Marcus Eichenmüller stufte die Feuerwehr-Informationen aus erster Hand als sehr wichtig ein, um direkten Einblick in die Wehren und deren Ausrüstung zu bekommen, die viel Geld kosteten. Dazu gehörten etwa Einsatzkleidung, persönliche Schutzausstattung, digitale Alarmierung oder Kathastrophenschutz. „Wir haben in Schnaittenbach gute Wehren“, stellte Eichenmüller fest und dankte den Ehrenamtlichen, die im Auftrag der Stadt ihren Dienst verrichteten.

„Wenn der Piepser losgeht, lautete der Titel des kurzen Trailers mit dem Michael Werner an das umfangreiche Thema heranführte. Was ist also, wenn „der Piepser losgeht“? Dann stehen in Schnaittenbach viele Feuerwehrleute Gewehr bei Fuß. Im Klartext: Schnaittenbach verfügt über vier Wehren mit aktuell 216 Aktiven. Davon 76 Aktive in fünf Löschgruppen in der Ortsteilwehr Kemnath, 49 Aktive in fünf Löschgruppen in Holzhammer, 24 Aktive in drei Löschgruppen in Neuersdorf und 67 Aktive in drei Zügen und sechs Löschgruppen in Schnaittenbach. Die vier Jugendfeuerwehren haben insgesamt 56 Mitglieder, laut Werner liegt der Frauenanteil in der aktiven Wehr bei 17 Prozent, in der Jugendfeuerwehr sogar bei 34 Prozent. Zur Struktur der Wehren in Schnaittenbach gehört auch, dass die Tagesalarmsicherheit unter anderem durch den Bauhof gewährleistet ist. In den Jahren 2017 bis 2019 kamen die Wehren auf insgesamt 281 Einsätze.

Den Verwaltungshaushalt bezifferte Werner in den Jahren 2017 bis 2019 auf 352 000 Euro, also 117 000 Euro pro Jahr, im Vermögenshaushalt auf 198 000 Euro oder 66 000 Euro jährlich. An Investitionen bis 2024 sind rund 330 000 Euro für laufende und geplante Maßnahmen erforderlich.

Laut dem Kommandanten befinden sich die Gerätehäuser in Schnaittenbach, Kemnath, Holzhammer und Neuersdorf in einem insgesamt guten Zustand. Vier Fahrzeuge inklusive Gerätschaften stehen in Schnaittenbach, ein Löschgruppenfahrzeug in Kemnath, ein Tragkraftspritzenfahrzeug in Holzhammer sowie ein Tragkraftspritzenfahrzug in Neuersdorf.