Kameradschaftsabend 2020

Der Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schnaittenbach fand auch heuer wieder im Sportheim Am Forst statt und bildete den gesellschaftlichen Auftakt in das neue Vereinsjahr. Zudem bot sich dabei Gelegenheit zu Ehrungen, Verleihungen von Leistungsabzeichen und Lehrgangszeugnissen sowie zu Ansprachen und Grußworten von Ehrengästen.

Der Gruß des Vorsitzenden Konrad Bierner galt Bürgermeister Sepp Reindl, Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandmeister Marco Weiß sowie den anwesenden Stadträten und Ehrenmitgliedern. Bierner blickte in seinem Grußwort auf das vergangene Jahr zurück und rief noch einmal die gesellschaftlichen und heimatkulturellen Höhepunkte in Erinnerung. Der Vorsitzende empfand es als große Ehre, zusammen mit Bürgermeister Sepp Reindl einige Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft zu ehren.

Bürgermeister Sepp Reindl sprach das enorme ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr an, dass nur durch die massive Inanspruchnahme von Freizeit bewältigt werden könne. Das von den Feuerwehrdienstleistenden bei vielen Übungen und Unterrichten erworbene Fachwissen könne im Notfall aber nur sinnvoll umgesetzt werden, wenn auch das erforderliche technische Gerät durch die Kommune zur Verfügung gestellt werde. Die Stadt Schnaittenbach sei deshalb auch im letzten Jahr mit der Ersatzbeschaffung für das 32 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ihrer Pflichtaufgabe nachgekommen. Mit der Indienststellung des neuen Löschfahrzeugs LF20KatS am 3. Januar dieses Jahres sei das im Jahr 2011 entworfene und nach wie vor überzeugende Fahrzeugkonzept nun vorläufig abgeschlossen und die Feuerwehr auf Jahre hinaus mit modernster und zeitgemäßer Technik ausgerüstet. Binnen fünf Jahren wurden im Rahmen des Konzepts drei Großfahrzeuge für die Feuerwehr Schnaittenbach beschafft. Dafür gebühre dem Stadtrat sowie auch den staatlichen Zuschussgebern großer Dank. Mit der Anweisung an mehrere Bauhofmitarbeiter, bei einem Alarm sofort das Gerätehaus anzufahren, sei auch die Tagesalarmsicherheit wesentlich gestärkt und der Führerscheinproblematik wirksam begegnet  worden. Kreisbrandrat Fredi Weiß hob in seinem Grußwort das besondere Ehrenamt „Feuerwehr“ hervor. So kann sich ein Feuerwehrdienstleistender oftmals die zeitlichen Rahmenbedingungen seines Dienstes am Nächsten nicht aussuchen und ist 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche ehrenamtlich aktiv. Dies unterscheide das Ehrenamt Feuerwehr von anderen Ehrenämtern.

Kommandant Michael Werner dankte Bürgermeister Sepp Reindl und der Stadtverwaltung mitsamt Bauhof, seinem Stellvertreter Karl Hottner und  dem gesamten Führungsteam für das stets offene Ohr und die zielorientierte Zusammenarbeit, wenn es um die Belange der Feuerwehr gehe. Es sei allen ein Anliegen gewesen, den Dialog zwischen Stadt und Feuerwehr ständig aufrecht zu erhalten, insbesondere auch im Hinblick Vollendung des Fahrzeugkonzepts, das mit der Indienststellung des LF20KatS einen vorläufigen Abschluss findet, auch wenn mit dem ebenfalls schon in die Jahre gekommenen Mehrzweckfahrzeug noch ein Schwachpunkt im Fahrzeugpark besteht, den es in nächster Zeit auszumerzen gelte.  
Mit einem Ausblick auf das bereits laufende Projekt „Feuerwehr 4.0“, mit dem die erforderliche Digitalisierung der Feuerwehr in Angriff genommen wurde beendete der Kommandant sein Grußwort.

Nach dem gemeinsamen Abendessen schlossen sich die Ehrungen verdienter  Mitglieder des Vereins und der aktiven Wehr sowie die Vergabe zahlreicher Leistungsabzeichen und Lehrgangszeugnisse durch Bürgermeister Sepp Reindl und Kreisbrandrat Fredi Weiß an.

Den Ehrungen und Auszeichnungen schloss sich der gesellschaftliche Teil des Abends an. Guten Absatz fanden die Lose für eine Tombola mit einigen schönen Preisen. In einer von Emil Dölschner vorbereiteten Fotopräsentation wurden die gesellschaftlichen und kameradschaftlichen Höhepunkte, aber auch der oftmals nicht einfache Feuerwehrdienst in Erinnerung gerufen. Mit einem gemütlichen Beisammensein im Kreis der Feuerwehrfamilie klang der Abend aus.

Ehrungen und Auszeichnungen:

Für langjährige Mitgliedschaft im Feuerwehrverein erhielten Urkunden Marco Weiß und Christian Leißl für 25 Jahre sowie Arthur Demleitner für die überaus seltene Anzahl von 70 Jahren Treue zum Feuerwehrverein.

Aus den Reihen der Jugendfeuerwehr erhielten Auszeichnungen für die erfolgreiche Teilnahme am Wissenstest Jonas Gräßmann, Vit Svarcbek, Katharina Weiß, Noah Hausmann, Simon Burmann, Stefan Birner, Alexander Gerner, Franziska Weiß, Sophie Perlinger, Lisa Kausler und Stefan Weiß.

Leistungsabzeichen Lösch- und THL-Einsatz erhielten Marco Wegele, Horst Kellner und Konrad Birner.

Zeugnisse für die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen am Standort, auf Landkreisebene oder an den Staatlichen Feuerwehrschulen erhielten Anja Mayerhofer und Johannes Plößl (Träger Chemikalienschutzanzüge), Sebastian Reindl, Michael Demleitner und Maximilian Nagler (Wiederholungslehrgang Träger Chemikalienschutzanzüge), Horst Kellner (Zugführer), Karl Hottner (THL VU Busse und LKWs), Michael Werner (Aufbaulehrgang Führungskräfte THL und THL VU Busse und LKWs).

Außerdem erhielten eine Auszeichnung für die Teilnahme am Hilfeleistungskontingent des Landkreises Amberg-Sulzbach bei der Schneekatastrophe im südlichen Oberbayern im Januar 2019 Konrad Bierner, Michael Ott, Johannes Plößl, Christian Birner, Max Nagler und Daniel Künzel.

Ärmelabzeichen und eine Urkunde für langjährige aktive Dienstzeit erhielten Markus Schlagenhaufer (10 Jahre), Horst Kellner, Christian Auer, Thomas Weiß (20 Jahre), Christian Leißl, Marco Weiß (25 Jahre), Uli Reindl (wegen Krankheit entschuldigt), Thomas Bauer (40 Jahre) und Hans Auer (45 Jahre).