Jahreshauptversammlung – Neuwahl gescheitert

Die Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins fand im Unterrichtsraum des Gerätehauses statt und war mit gut 50 Mitgliedern recht ordentlich besucht.

Vorsitzender Konrad Bierner begrüßte Bürgermeister Sepp Reindl, MdL Reinhold Strobl,  Kreisbrandinspektor Martin Schmidt und Kreisbrandmeister Marco Weiß sowie die anwesenden Stadträte und Ehrenmitglieder. Er dankte Stadtpfarrer Josef Irlbacher und Lektor Stefan Reindl für die würdige Gestaltung des vorangegangenen Gottesdienstes für die verstorbenen Mitglieder der Feuerwehr und des Totengedenkens im Friedhof.

In seinem Jahresbericht ließ Konrad Bierner das vergangene Vereinsjahr noch einmal Revue passieren und erinnerte an die gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten und Veranstaltungen. Den aktuellen Mitgliederstand bezifferte er mit 329, darunter 81 Aktive und Jugendliche sowie acht Ehrenmitglieder. Mit einer Vorschau auf die anstehenden Termine und dem Dank an den gesamten Vorstand beschloss der Vorsitzende seine Ausführungen.

Da die bisherige Kassiererin Julia Jack aufgrund eines Wohnortwechsels verhindert war, übernahm der Vorsitzende auch den Kassenbericht und erläuterte den Jahresabschluss 2017, stellte das Vermögen des Feuerwehrvereins sowie die Einnahmen und Ausgaben des letzten Jahres dar. Peter Grosser berichtete in seiner Funktion als Kassenrevisor von der kürzlich stattgefundenen Prüfung der Kassenverwaltung und erklärte, dass Vermögen und Unterlagen sauber und transparent verwaltet werden und die Prüfung keinerlei Beanstandungen ergeben habe. Er beantragte die Entlastung der Kassiererin und des Vorstands, die von der Versammlung einstimmig erteilt wurde.

Bürgermeister Sepp Reindl übermittelte in seiner Ansprache die Grüße der Stadt und erklärte, dass die sinnvolle und notwendige Umsetzung des Fahrzeugkonzeptes, die mit einem positiven Grundsatzbeschluss des Stadtrates zur Ersatzbeschaffung eines LF 20 Kat-S für das 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 nun in die letzte Phase geht. Der Dank des Bürgermeisters galt dem gesamten Führungsteam mit den Kommandanten, den Zug- und Gruppenführern und Jugendwarten, die für die aktive Wehr verantwortlich zeichnen und die an sie gestellten Anforderungen meistern. Er blickte zurück auf die erst vor 14 Tagen erfolgreich über die Bühne gegangene Wahl der Kommandanten, mit der der erfolgreiche  Fortbestand der aktiven Wehr gewährleistet wurde. Des Weiteren sprach das Stadtoberhaupt die mittlerweile erfolgreiche Integration der Bauhofmitarbeiter, die tagsüber helfen, die Tagesalarmsicherheit zu gewährleisten und die Führerscheinproblematik spürbar abmildern, sowie die erfolgreiche Installation eines städtischen Mitarbeiters für die vier Gerätehäuser an, die mit der Person von Christian Haubner personell optimal umgesetzt wurde.

MdL Reinhold Strobl sprach in einem Grußwort die erfolgreichen Bemühungen des Landtags bei der Ausstattung der Feuerwehren und der Modernisierung der Staatlichen Feuerwehrschulen an.

Kreisbrandinspektor Martin Schmidt stellte fest, dass Ausrüstung und Ausbildung sich in Schnaittenbach auf einem Top-Niveau bewegen und gratulierte zur hervorragenden Jugendarbeit, die sich erst vor einer Woche mit dem Abschluss der Modularen Truppmannausbildung wieder einmal bewiesen habe.

Dem umfangreichen Bericht der aktiven Wehr von Kommandant Michael Werner war zu entnehmen, dass im vergangenen Jahr 43  Einsätze zu bewältigen waren, die sich aufteilen in sieben Brandeinsätze, 18 Technische Hilfeleistungen sowie 18 Sonstige Einsätze und Sicherheitswachen. Des Weiteren wurden die Führungs- und Altersstruktur der aktiven Wehr, die personelle Besetzung und die insgesamt geleisteten 3.608 Arbeitsstunden bei Einsätzen, Übungen, Unterrichten, Leistungsabzeichen, Lehrgängen und Arbeitseinsätzen im Gerätehaus erläutert. Die Aufgaben der Feuerwehr als kommunale Einrichtung der Stadt Schnaittenbach werden demnach von derzeit 80 Aktiven und Jugendlichen abgedeckt. Für die Ablage verschiedener Leistungsabzeichen und die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen wurden einige Abzeichen und Zeugnisse vergeben. Aufgrund der erfolgreichen Absolvierung des Gruppenführerlehrgangs an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg wurde Maximilian Nagler zum Löschmeister befördert. Des Weiteren wurden Eva Reindl, Christian Birner und Katharina Hofmann nach ihrem Übertritt in die aktive Wehr zum Feuerwehrmann/-frau ernannt. Entsprechend der Beförderungsregeln und aufgrund ihres Engagements und ihrer Zugehörigkeitsdauer wurden Teresa Reindl und Markus Schlagenhaufer zum Oberfeuerwehrmann/-frau und Thomas Hottner, Tobias Kraus und Manuel Dobmeier zum Hauptfeuerwehrmann ernannt.
Stellvertretender Kommandant Karl Hottner wurde aufgrund seiner Verdienste um die aktive Wehr und seiner seit Jahrzehnten ausgeübten Führungspositionen zum Oberbrandmeister befördert.

Jugendwart Sebastian Kindzorra gab anschließend einen kurzen Bericht zur Arbeit der Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr und erläuterte die Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses.

Erwartungsgemäß schwierig gestaltete sich der Tagesordnungspunkt Neuwahlen des Vorstands. Stefan Reindl wurde zum Leiter eines Wahlausschusses bestimmt und fragte die Versammlung nach Vorschlägen für das Amt des 1. Vorsitzenden. Die bisherigen Vorsitzenden Konrad Bierner, Daniel Künzel und Tobias Lautenschlager zeigten keine Bereitschaft, für dieses Amt zu kandidieren. Im weiteren Verlauf der Diskussion stellte sich auch heraus, dass es im Vorfeld nicht gelungen war, einen Kandidaten für die Schlüsselposition des Kassiers zu finden. Aus dieser schwierigen Konstellation heraus war es nicht möglich, die Neuwahl durchzuführen. Aufgrund der Bestimmungen der Satzung werden die bisherigen Vorstandsmitglieder bis auf Weiteres kommissarisch im Amt bleiben und sich zeitnah mit der Vorbereitung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschäftigen müssen, die ausschließlich die Neuwahl des Vorstands zum Inhalt haben wird.

Nach nicht einmal zwei Stunden konnte Vorsitzender Konrad Bierner die trotz der erfolglosen Neuwahl harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung beenden.