Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins

Zur ordentlichen Jahreshauptversammlung des Feuerwehrvereins konnte Kommandant und Vorsitzender in Personalunion Michael Werner mit fast 50 Mitgliedern ein volles Haus im Unterrichtsraum des Gerätehauses begrüßen. Der Versammlung war ein Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Vitus und ein Totengedenken im Friedhof vorausgegangen, beides gestaltet von Stadtpfarrer Josef Irlbacher, unterstützt vom feuerwehrinternen Lektoren- und Ministrantenteam. In seinem Rechenschaftsbericht rief Michael Werner insbesondere die Zeit seit der Neuwahl und der Amtsübernahme im Oktober 2021 in Erinnerung und informierte die anwesenden Mitglieder über wesentliche Entscheidungen des Vorstands sowie den aktuellen Stand von 307 Mitgliedern. Demnach sieht die neue Beerdigungsregel vor, dass nicht nur bei aktiven Feuerwehrdienstleistenden und Ehrenmitgliedern, sondern künftig auch bei KameradenInnen, die mehr als 25 Jahre Feuerwehrdienst geleistet haben, sowie bei den künftigen Trägern der neuen Feuerwehr-Ehrennadel an Requiem und Beerdigung teilgenommen wird. Des Weiteren wird die Feuerwehr künftig schon ab dem 70. Geburtstag und dann alle 5 Jahre gratulieren.

Zu dem im nächsten Jahr anstehenden 150jährigen Gründungsbuliläum führte Werner aus, dass sich der neue Vorstand darauf geeinigt habe, das ganze Jahr über Veranstaltungen unter den Vorzeichen des Jubiläums abzuhalten und als Höhepunkt des Jubiläumsjahres ein festlicher Ehrenabend und im Sommer ein Festwochenende am Gerätehaus in kleinerem Rahmen stattfinden wird. Der zwischenzeitlich gegründete elfköpfige Festausschuss habe seine Arbeit bereits aufgenommen und wird das Festjahr entsprechend vorbereiten.

Der 2. Vorsitzende Markus Nagler übernahm zusammen mit Bürgermeister Marcus Eichenmüller die Ehrung der langjährigen Mitglieder, wobei auffallend war, dass besonders viele Frauen unter den Jubilaren waren. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten eine Urkunde Claudia Auer, Stefan Häckl, Brigitte Hirsch, Monika Hottner, Gerhard Kausler, Bernhard Kraus, Kerstin Maunz, Stefan Mitrusczak, Monika Pichl, Barbara Reindl, Isolde Reindl, Renate Schorner und Marianne Weiß. Für 50 Jahre erhielt eine Ehrenurkunde Helmut Siegert und für 70 Jahre Johann Horst. Leider konnten beide Jubilare die Ehrung nicht persönlich entgegen nehmen.

Den Rechenschaftsbericht für die aktive Wehr übernahm wieder Kommandant Michael Werner. Die Einsatzstatistik verriet, dass die Zahl der Einsätze im Jahr 2021 wohl auch coronabedingt auf 43 zurückgegangen war, nachdem in den Vorjahren meist um die 60 Einsätze zu absolvieren waren. Die aktive Wehr sei nach wie vor in drei Züge mit jeweils gut 20 Aktiven und die Jugendfeuerwehr mit derzeit acht Jugendlichen strukturiert. Vier Kameraden wurden in die passive Wehr versetzt und aus der Jugend konnten 7 neue Aktive sowie ein Quereinsteiger gewonnen werden. Im Jahr 2021 leistete die Aktive Wehr bei Einsätzen, Unterrichten und Übungen insgesamt 4.535 Stunden, wobei schon mehr als 1.000 Stunden auf die MTA-Basis-Ausbildung entfielen.

Kommandantenstellvertreter Stefan Reindl überreichte sodann Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme an Lehrgängen an Markus Frauendrofer, Noah Hausmann und Jonas Gräßmann (Spechfunker) sowie Christian Auer, Maximilian Nagler (Maschinistenlehrgang), Anja Mayerhofer, Michael Demleitner (CSA-Wiederholungslehrgang) sowie Markus Nagler, Peter Grosser, Daniel Künzel und Michael Werner für den Lehrgang am Einsatzfahrten-Simulator. Den MTA-Basis-Lehrgang absolvierten Simon Burmann, Franziska Weiß, Stefan Weiß, Katharina Weiß, Stefan Birner, Jonas Gräßmann, Noah Hausmann und Markus Frauendorfer. Führungskräfte-Lehrgänge an der Staatlichen Feuerwehrschule absolvierten Michael Demleitner (Gruppenführer), der auch zum Löschmeister befördert wurde, und Michael Werner (Brandschutzbeauftragter und Einführung in die Stabsarbeit). Für langjährige aktive Dienstzeit erhielten eine Urkunde und das entsprechende Ärmelabzeichen Franziska Kiener und Maximilian Gebhardt (10 Jahre) sowie Eva Maria Weiß, Michael Hottner und Martin Röbl (20 Jahre). Verabschiedet wurden Christian Kraus als Gerätewart und aus dem aktiven Dienst in den wohlverdienten Feuerwehrruhestand Gerhard Kindzorra, der lange Jahre die Jugendarbeit in der Feuerwehr maßgeblich geprägt habe. Ausdrücklich dankte 2. Kommandant Stefan Reindl dem amtierenden und federführenden Kommandanten Michael Werner, der nicht nur seit mittlerweile mehr als 10 Jahren die aktive Wehr umsichtig führt und leitet und es mit seinem Team und in enger Zusammenarbeit mit der Stadt auch geschafft habe, die Feuerwehr in Schnaittenbach technisch auf den neuesten Stand auszurüsten und die komplette Fahrzeugpalette seit 2015 Stück für Stück zu erneuern, sondern seit der Neuwahl im Sommer 2021 auch in seiner Doppelrolle als Vorsitzender den Feuerwehrverein mit viel Engagement und Herzblut führt und auch in diesem Bereich wieder eine klare Linie vorgibt.

Im weiteren Verlauf seines Berichts informierte Kommandant Michael Werner zu verschiedenen laufenden oder bereits abgeschlossen Projekten, insbesondere zum örtlichen Katastrophenschutzkonzept, zur Anschaffung und Einführung einer Geräteprüfungs- und Verwaltungssoftware, zur Ausgabe der digitalen Pager und insbesondere zur nun vollständig erfolgten Umsetzung des Fahrzeugkonzeptes aus dem Jahre 2011 durch die Auslieferung und Indienststellung des neuen Mehrzweckfahrzeugs.

Der Bericht zur Jugendfeuerwehr informierte darüber, dass derzeit 8 Jugendliche Dienst tun und im letzten Jahr 352 Stunden aufgewendet haben. Neben dem gemeinsamen Wissenstest auf Gemeindeebene wurde auch wieder ein Christbaumverkauf an zwei Samstagen im Advent erfolgreich durchgeführt.

Anstelle des kurzfristig verhinderten Kassiers Markus Frauendorfer gab stellvertretender Vorsitzender Markus Nagler den Kassenbericht ab und erläuterte Ausgaben und Einnahmen und den aktuellen Stand des Vereinsvermögens. Die Kassenrevisoren Claudia Weiß und Sebstian Reindl berichteten von der durchgeführten Kassenprüfung gem. dem aktualisierten Revisionsleitfaden und bescheinigten dem Kassier eine tadellose Kassenführung.

Der vom Vorstand ausgearbeitete Entwurf für die Erweiterung der Vereinssatzung sah neben redaktionellen Verbesserungen Änderungen bezüglich der Gründung einer Kinderfeuerwehr sowie insbesondere die Einführung einer Feuerwehrfördernadel vor. Der Entwurf wurde von der Mitgliederversammlung nach ausführlicher Vorstellung und Erläuterung einstimmig angenommen. Bürgermeister Marcus Eichenmüller, Kreisbrandinspektor Martin Schmidt und Stadtpfarrer Josef Irlbacher freuten sich in ihren Grußworten über die erfolgreiche und wertvolle Arbeit der Feuerwehr und über die gute Zusammenarbeit. Das Stadtoberhaupt betonte, dass auf seine Feuerwehren stets Verlass sei und dankte für die stete Einsatzbereitschaft, die die aktive Wehr erst am Nachmittag des selben Tages bei einem Waldbrand zwischen Schnaittenbach und Holzhammer wieder unter Beweis gestellt habe.