Einsatzübung

Datum: 1. Oktober 2016 
Alarmzeit: 14:00 Uhr 
Dauer: 2 Stunden 
Art: Brand  
Einsatzort: AKW Werk, Schnaittenbach 
Fahrzeuge: GW-L1 "Schnaittenbach 55/1", HLF 20 "Schnaittenbach 40/1", MZF "Schnaittenbach 11/1", TLF 16/25 "Schnaittenbach 21/1" 
Weitere Kräfte: Feuerwehr Holzhammer, Feuerwehr Kemnath am Buchberg, Feuerwehr Neuersdorf 


Einsatzbericht:

Nicht um einen Ernstfall, sondern um ein wohldurchdachtes Übungsszenario im Rahmen der Feuerwehr-Aktionswoche handelte es sich, als letzten Samstag gegen 14 Uhr die Sirenen im Gemeindegebiet der Stadt Schnaittenbach heulten. Kommandant Michael Werner von der Feuerwehr Schnaittenbach hatte mit seinem Führungsteam im Werk Schnaittenbach der Fa. AKW-Kick ein in der Realität durchaus mögliches Übungsgeschehen vorbereitet.

Die Alarmmeldung der Integrierten Leitstelle Amberg lautete „Brand eines Förderbandes im Werk Schnaittenbach der Fa. AKW-Kick, zwei Personen verletzt, eine weitere Person vermisst“. Die mit der Feuerwehr Schnaittenbach nach und nach am angenommenen Unglücksort eintreffenden Wehren aus Kemnath a. B., Holzhammer und Neuersdorf erhielten vor Ort die ersten Informationen.

Umgehend wurden die ersten Maßnahmen eingeleitet. Da Menschenleben in Gefahr waren, wurden durch die eingesetzten Atemschutztrupps der Feuerwehren Schnaittenbach und Kemnath a. B. zuerst die verletzten Personen gerettet und die vermisste Person gesucht. Parallel dazu wurde der Brand des Förderbandes gelöscht und die Einsatzstelle abgesichert.

Die Löschwasserversorgung wurde sichergestellt durch einen Hydranten auf dem Werksgelände und eine Schlauchleitung aus einem nahegelegenen Klärweiher, die von der Feuerwehr Neuersdorf aufgebaut wurde.

Die Rettung einer verletzten Person musste aus Sicherheitsgründen über die Förderbandstraße erfolgen und stellte sich entsprechend schwierig dar. Die Besatzung des Gerätewagens Logistik der Feuerwehr Schnaittenbach baute dazu eine Rettungspattform auf und wurde dabei von der Feuerwehr Holzhammer unterstützt.

Nachdem alle Einsatzaufträge abgearbeitet waren, trafen sich die eingesetzten Kräfte zur Endbesprechung. Kommandant Michael Werner begrüßte die Kräfte der Feuerwehren sowie Bürgermeister Sepp Reindl, Hubert Posset von der Werkfeuerwehr der Fa. AKW-Kick sowie die Landkreisführungskräfte Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Karl Luber und die Kreisbrandmeister Christoph Strobl und Martin Schmid  und dankte für die gute Zusammenarbeit. Kreisbrandinspektor Karl Luber  zollte den Feuerwehrmännern und –frauen großes Lob für die gezeigte Leistung und Einsatzbereitschaft an einem freien Samstagnachmittag. Es verstehe sich von selbst, dass es bei jedem Einsatz und bei jeder Übung und insbesondere bei dem  schwierigen Thema Personenrettung Ansatzpunkte  für Verbesserungen gebe, aber letztendlich wurden alle Aufträge umsichtig und ohne Probleme gelöst. Die angeführten Bemerkungen wollte der Kreisbrandinspektor deshalb keinesfalls als Kritik, sondern als Ansatzpunkte für eventuelle Verbesserungen verstanden wissen.

Insgesamt seien die gestellten Aufgaben mustergültig gelöst worden.

Bürgermeister Sepp Reindl konnte sich von der Einsatzbereitschaft und der Schlagkraft seiner Feuerwehren überzeugen. Das Stadtoberhaupt dankte, dass alle Einsatzkräfte sowohl bei Übungen als auch bei Ernstfällen stets zur Stelle sind und die bestmögliche Leistung zeigen und fügte den Wunsch an, dass das abgearbeitete Übungsszenario nie im Ernstfall bewältigt werden müsse.

Kommandant Michael Werner dankte in seinem Schlusswort den insgesamt etwa 50 eingesetzten Kräften für ihre Bereitschaft zur  Weiterbildung und Vertiefung des Kenntnisstandes sowie allen Kameraden, die bei der Vorbereitung der Einsatzübung mitgewirkt haben.